Orchidee (Phalaenopsis)

Die Phalaenopsis mit ihren zarten und sensationell schönen Farben ist eine Pflanze die bei jedem Blumenliebhaber gut ankommt. Die Farbpalette reicht von sinnlichem Lila, über sensibles Weiß bis hin zu gelben und roten Exemplaren. Mit Purpurtönen, Rosatönen, saftigen Grüntönen und Brauntönen betört sie jeden Pflanzenfreund. Ebenso ist die Musterung der Orchideen keineswegs langweilig, denn die zarten Blüten können gemustert, gestreift oder fleckig sein. Wer sich mit der Orchidee etwas auseinandersetzt, der kann sie nach ihrer Hauptblüte im Frühjahr wieder zum Blühen bringen. Allerdings gehört dazu das richtige Gießen und die Pflege.

Der perfekte Standort für eine Orchidee

Wächst die Orchidee in ihrer natürlichen Umgebung, so hat sie oft ein schützendes Blätterdach über sich. Deswegen sollte sie auch im Heim auf der Fensterbank nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Am besten eignen sich West- oder Ostfenster. Die Orchideen halten nichts von trockener Luft, sie lieben es feucht, genau wie in ihrem Heimatland auch. Auch mag die Orchidee keine Tontöpfe, da die Feuchtigkeit in ihnen schnell verdunstet. Besser sind durchsichtige Kunststoffgefäße, die eine günstige Photosynthese herstellen. Man sieht die Orchidee im Blumenladen ebenfalls in speziellen Töpfen. Diese Gefäße haben seitwärts Öffnungen, durch das überschüssiges Wasser abfließen kann, wenn man es mit der Orchidee besonders gut gemeint hat.

Orchideen richtig gießen

Orchideen reagieren äußerst empfindlich auf zu viel Nässe, wobei diese innerhalb weniger Wochen durch Fäulnisbildung zum Absterben der Pflanze führen kann. Auch wenn einige der Orchideenarten aus dem feuchten Regenwald stammen, sind sie dort auf Bäumen angesiedelt. Das bedeutet, dass sie innerhalb weniger Tage nach dem Regen wieder abtrocknen. Deshalb ist mäßiges Gießen angesagt, das heißt, dass bei einem mittelgroßen Topf die Orchidee im Winter einmal wöchentlich gegossen werden sollte. Für den Sommer kann diese Gießweise verdoppelt werden.

Beim Gießen der Orchidee ist zu beachten, dass dies durchaus stark erfolgen kann. Am besten ist, wenn das überschüssige Wasser direkt unten aus dem Topf herausrinnt. Deshalb haben die perfekten Behältnisse für diese Blumen auch Löcher im Boden. Wer die Pflanze in einem Übertopf stehen hat, nimmt sie besser zum Gießen heraus. Überschüssiges Wasser kann so perfekt ablaufen und es besteht kein Risiko, dass die Orchidee im gesammelten Wasser des Übertopfes quasi ertrinkt. Außerdem macht es Sinn, eine bis zu 3 Zentimeter dicke Schicht Kiesel oder Blähton in den Topf zu geben. Denn diese saugt überschüssiges Wasser auf. Eine Option, wie Orchideen gegossen werden können, ist auch den Topf einfach ins Wasser einzutauchen. Anschließend sollte er etwas abtropfen, bevor die Pflanze wieder hinein gestellt wird.

Für das Gießen eignet sich am besten sauberes Regenwasser, das nur eine geringe Menge Salze enthält. Das Wasser aus den Leitungen in den Haushalten ist meistens Grundwasser, das heißt, dass es unterschiedlich viel Salz – meist auch einfach als Kalk bezeichnet – enthalten kann. Regenwasser hingegen ist ebenso natürlich wie jenes, das die Orchideen an ihren ursprünglichen Standorten versorgt. In jedem Fall sollte das Gießwasser Zimmertemperatur haben.

Orchideen düngen: darauf solltest du achten

Um eine volle und reiche Blütenpracht bei den Orchideen zu erreichen, sollte sie entsprechend gedüngt werden. Dabei ist es aber wichtig, die Ruhephasen der Pflanze zu beachten. Erst wenn diese einen neuen Trieb bildet, kann auch mit dem Düngen begonnen werden.

Die Wurzeln sind sehr salzempfindlich, das heißt bei zu starker Düngung können sie absterben. Deshalb wissen Orchideenliebhaber von einer wichtigen Regel. Diese lautet, dass während des Wachstums eines neuen Blattes oder Triebes, die Pflanze Nährstoffe benötigt. Das heißt, sie sollte gedüngt werden. Wächst die Orchidee allerdings gerade nicht, kann auf die Zugabe von Nährstoffen entsprechend verzichtet werden. Meist erstreckt sich die Wachstumsphase von Frühling bis in den Herbst hinein, womit auch diese Zeit perfekt für eine mäßige Düngung ist. Es reicht, wenn diese alle zwei bis vier Wochen erfolgt. Dazwischen sollte immer mit reinem Wasser gegossen werden, um die Salzreste aus der Erde auszuspülen. Im Winter ist das Düngen nochmal stark zu reduzieren.

Empfehlung: Am besten auf anorganische Dünger setzen

Am besten wird dazu anorganischer Dünger verwendet. Dieser enthält alle Elemente und Nährstoffe, die eine Orchidee benötigt. Die individuelle Zusammensetzung ist genau bekannt, womit die Düngung perfekt an die Orchidee selbst oder aber an die entsprechende Jahreszeit angepasst werden kann.

Im Übrigen sind flüssige Dünger sehr einfach in der Anwendung. Wichtig ist aber, dass ausschließlich solche verwendet werden, die explizit für Orchideen produziert wurden. Andere sollten nicht verwendet oder zumindest stark verdünnt werden. In diesem Zusammenhang sollte noch auf den Chelatdünger hingewiesen werden, der mineralische Salze umgeben von organischen Molekülen enthält. Damit wird die Leitfähigkeit des Wassers beim Gießen nicht ausgeprägt, womit eine schonende Düngung erfolgt.

 

Orchideen schneiden

Wenn die Orchideenstiele abgeblüht sind, sollte die Pflanze, allerdings nicht zu stark, gekürzt werden. Sie sollte so geschnitten werden, dass sie nur zwei oder drei „Augen“ hat. An diesen Stellen treiben neue Blütenrispen aus. Die Verdickungen sind nämlich „schlafende“ Knospen. Es kann bis zu drei Monaten andauern, bis sich die Knospen öffnen. Wenn die Zeitspanne ohne Blüten aber länger andauert, sollte sie wieder in einen kühleren Raum gestellt werden. Die Blütenbildung wird bei 15-16 ° Grad angeregt.

 

Orchideen umtopfen und vermehren

Zum Thema Orchideen umtopfen und vermehren haben wir ein tolles Video für Sie herausgesucht.

Sind Orchideen giftig?

Aktuell gibt es über 35000 Arten von verschiedenen Orchideen. Auf Grund der hohen Anzahl wurden noch nicht alle Orchideen auf Giftigkeit getestet. Somit kann man hierzu keine aussagekräftige Antwort geben. Sie können allerdings davon ausgehen, dass Orchideen die im Handel erhältlich sind keine Gefahr darstellen.

Achtung bei Haustierbesitzern

Sollten Sie Haustiere besitzen ist die Orchidee allerdings mit Vorsicht zu betrachten. Besonders bei Katzen ist es häufiger vorgekommen, dass diese empfindlich reagieren. Durch den Verzehr von Orchideen und Liliengewächsen vergiften sie sich schnell.

Kurze Fakten über Phalaenopsis

Familie

Orchidaceae (Orchideengewächse)

Handelsname

Schmetterlingsorchidee, Malayenblume

Blütenfarbe

weiß, creme, lilarosa, blassgelb, bernstein, pink, purpurrot, oft mit feinen Zeichnungen oder kontrastierenden Malen

Floristische Aspekte

Bewegungsform: ausschwingend
Geltungsanspruch: herrschend bis edel wirkend
Textur: gläsern oder seidig
gut haltbare Blüten, wenn sie reif geschnitten werden

Blütezeit

saisonunabhängig

Angebotszeitraum

ganzjährig

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